Petition gegen Gender-Unfug

Die deutsche Sprache gehört zu einer der komplexesten und präzisesten der Welt, nicht umsonst sagt man gerne „I´m sure, the german have a word for it!“ (zu deutsch: „Ich bin mir sicher, die Deutschen haben ein Wort dafür!“). Vor allem im Erfinden neuer Wörter sind wir anscheinend Spitzenreiter. Eine wohl weltweit einzigartige Wortschöpfung ist „Verschlimmbessern“ als Beschreibung für eine gut gemeinte Verbesserung, die das Problem aber noch verschlimmert 😉

Während man im Englischen also nur völlig geschlechtsfreie Bezeichnungen, wie „Engineer“ kennt, unterscheidet man im Deutschen zwischen dem geschlechtslosen „Ingenieur“, dem männlichen Ingenieur und der weiblichen Ingenieurin. Auch der Genus (der, die das) hilft die deutsche Sprache deutlich differenzierter zu gestalten, als das englische „the“. Anhand dieser Beispiele ist erkennbar, dass die deutsche Sprache zwar nicht so effizient ist, aber dafür deutlich exakter.

Diese ohnehin schon sehr komplexe Sprache nun künstlich zu einem Ballon aufzublasen, widerstrebt jeglichem Effizienzbestreben unserer Zeit. So mag in einem Schreiben die Bezeichnung „Ingenieur*in“ noch praxistauglich sein – auch wenn „Ingenieur (w/m) die gleiche Funktion erfüllen würde – nun hört man jedoch schon die Vorschläge, dieses Sternchen mit einem Klick-/ oder Schnalzgeräusch im Gesprächsfluss kenntlich zu machen. Wir sind uns sicher, spätestens bei dem Satz „Gesucht wird ein*e gute*r Ingenieur*in.“ dürfte dann auch jeder noch so wohlmeinende Zeitgenosse an seine Grenzen stoßen, deshalb bitten wir Sie, sich mit Unterzeichnung der Petition des Verein Deutsche Sprache e.V. gegen diesen immer weiter um sich greifenden Irrsinn klar Position zu unserer Sprache zu beziehen.

https://vds-ev.de/gegenwartsdeutsch/gendersprache/gendersprache-unterschriften/unterschriften/