Drama und Hoffnung um Notre-Dame

Am frühen Montagabend brach auf dem Dachboden der weltberühmten Kathedrale Notre-Dame ein vernichtendes Feuer aus. Stundenlang kämpften Einsatzkräfte um die Rettung des Kulturerbes. In den späten Abendstunden konnte der Brand nahezu gelöscht werden und die Meldung, dass die Struktur des Gebäudes noch erhalten und ein Wiederaufbau dadurch möglich ist, gibt Grund zur Hoffnung. Wie durch ein Wunder sind keine Tote zu beklagen, jedoch wurde ein Feuerwehrmann beim Einsatz schwer verletzt. Über die genaue Brandursache gibt es noch keine sicheren Erkenntnisse, weshalb wir bitten, von Spekulationen abzusehen.

Um dieses Drama zeigt sich jedoch noch ein weiterer Lichtblick: die weltweite Solidarität von und für die Franzosen.

Noch in den Abendstunden sangen die Pariser wie zum Trotz für ihre Kathedrale und bejubelten die Einsatzkräfte, die ihr Leben riskierten, um den verheerenden Brand unter Kontrolle zu bringen. Eine Spendenaktion wurde ins Leben gerufen und die französische Milliardärsfamilie Pinault sicherte eine Spende in Höhe von 100 Millionen Euro für den Wiederaufbau zu. Dass so ein ambitioniertes Projekt funktionieren kann, können vor allem wir Sachsen mit unserer Dresdener Frauenkirche bezeugen. Auch diese wurde unter enormem privaten Engagement und weltweiter Unterstützung aus ihren Trümmern neu geboren.

Wir wünschen den Verletzten rasche und vollständige Genesung und den Franzosen Mut und Schaffenskraft beim Wiederaufbau ihres Wahrzeichens.